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Kinder
im Straßenverkehr
“Vorsicht!
Kinder auf der Straße”
Kinder im Auto:
So sind sie viel mehr geschützt
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Fast jedes zweite Kleinkind, das im Straßenverkehr getötet wird, stirbt im Auto der Eltern.

Sind die Kindersitze also nicht sicher genug? Die meisten sind es im Prinzip schon, aber:

Steht der Kindersitz gegen die Fahrtrichtung, dann sind Kinder bis drei Jahren viel besser geschützt.
Der Kindersitz mit Dummy wurde gegen die Fahrtrichtung montiert: Belastungen werden besser abefangen
Bei einem Kindersitz-Crashtest im TÜV-Testzentrum Garching simulierte man mit einem Kinder-Dummy einen Aufprall bei Tempo 50. Bei einem herkömmlichen Sitz schlug der Kopf brutal nach vorn. Auf den Hals des Dummys wirkte eine Belastung von 270 Kilogramm - das hält kein Kleinkind aus.

Versuch zwei- diesmal mit “Reboard"-Kindersitz: Der Dummy wurde in die Sitzschale gepreßt, hoppelte ein wenig zurück. "Das Kind wird flächig abgefangen", sagte der bekannte Unfall-Forscher Dr. Klaus Langwieder. "Dabei können keine Belastungsspitzen im Bereich des Kopfes und der Halswirbelsäule auftreten.”

In Skandinavien, wo es für Kinder bis drei Jahren fast nur noch rückwärts gerichtete Sitze gibt, habe man gute Erfahrungen gemacht, erklärten Vertreter der schedischen Firma HTS.

Zwei Nachteile hat allerdings der rückwärtige Kindersitz-Einbau: Erstens benötigt man zusätzliche Haltegurte, der Einbau ist komplizierter. Bei einem Beifahrer- Airbag gibt es Probleme: Durch den erhöhten Platzbedarfmuß der Beifahrersitz kleinerer Autos so weit nach vorne gerückt werden, daß der rettende Luftsack gefährlich werden kann. Wird der Kindersitz vorne montiert, muß der Airbag vorher unbedingt abgeschaltet werden.