Sucht
Sucht ist eine krankhafte,
zwanghafte Abhängigkeil von Stoffen (etwa Alkohol
oder Heroin) oder Verhaltensweisen (nicht
stoffgebundene Abhängigkeiten wie Spiel-, Kauf-,
Fernseh-, Arbeits-, Eß- und Brechsucht).
Es besteht das Verlangen nach
einer ständig erneuten Einnahme dieser Stoffe oder
einer ständigen Wiederholung dieser
Verhaltensweisen, um ein bestimmtes Lustgefühl zu
erreichen oder Unlustgefühle zu vermeiden. Man
unterscheidet bei der Sucht zwischen seelischer
(psychischer) und körperlicher (physischer)
Abhängigkeit.
Bei der körperlichen
Abhängigkeil wird das Suchtmittel ebenso
benötigt wie Essen und
Trinken.
Ohne den Stoff reagiert der
Körper mit Entzugserscheinungen.
Bei der seelischen
Abhängigkeit wird das Suchtmittel zur
„Krücke*1 - das innere
Gleichgewicht kann nur noch mit
Hilfe des Stoffes oder Verhaltens hergestellt werden.
Wer die durchaus angenehmen
Wirkungen einer Droge einmal kennengelernt hat, ist
vielleicht versucht, diese Erfahrung zu wiederholen. So
kann eine Entwicklung in Gang gesetzt werden, an deren
Ende man nicht mehr ohne die anregende oder
dämpfende Wirkung der Droge auskommt und sie
zwanghaft konsumiert.
Sucht bedeutet in jedem Fall
Unfreiheit.
Der abhängige Mensch kann
mit dem Suchtmittel nicht mehr selbstentscheidend
umgehen. Dies führt häufig zum Verlust von
sozialen Bindungen und zu nachteiligen
Veränderungen der Persönlichkeit.
Eindeutige Symptome für eine
Suchtgefährdung gibt es leider nicht. Man sieht es
dem Kind eben nicht „an der Nasenspitze" an.
Es gibt allerdings Anzeichen, die Anlaß zu besonderer
Aufmerksamkeit sein sollten, da sie auf tiefgreifende
Probleme hindeuten.
Derartige Signale für eine
mögliche Suchtgefährdung, aber auch für
andere problematische Entwicklungen, können sein: